
Mit einer Veranstaltung mit Bürgerinnen und Bürgern hat die Arbeit
im Modelldorf Bettteldorf (VG Daun, Dorftyp 2) am 07. November begonnen.
Zum Hintergrund: Modelldörfer im Projekt DIE - Chance für das Dorf! sind Dörfer, die Lösungsstrategien der Innenentwicklung erproben sollen. Von Ihnen sollen die anderen 21 Dörfer im Projektgebiet lernen.
Ortsbürgermeister Michels freute sich über die sehr gut besuchte Veranstaltung. Deutlich zu spüren
war, dass die Bürgerinnen und Bürger am Projekt
DIE-Chance für das Dorf mitarbeiten wollen.

VG-Bürgermeister Klöckner u. Ortsbürgermeister Michels bei der Begrüßung
Dass die Bürgerinnen und Bürger sich nicht nur engagieren wollen,
sondern dies auch tatkräftig tun werden, wurde schon auf der
Veranstaltung sichtbar.
Nach der Begrüßung folgte die Heranführung an das Thema durch die begleitenden Büros, IfR und Plan Lenz GmbH. Vorgestellt
wurden die regionale Auswertung der Bestandserhebung sowie zentrale
Erkenntnisse für unser Dorf.


v.l.n.r.: Frau Soboth (IFR), Frau Bitzigeio (Plan - Lenz GmbH), Ortsbürgermeister Michels
Aktuell findet sich z.B. in den 125 Dörfern der beteiligten
Verbandsgemeinden eine Leerstandsquote von 6,2%. Dies bedeutet, dass im
Durchschnitt von allen Wohngebäuden 6,2% der Wohngebäude aktuell leer
steht. Betrachtet man darüber hinaus die potenzielle Leerstandsquote, so
liegt diese im Projektgebiet bei 13,2%. Unter potenziellem Leerstand
versteht man Gebäude, in denen heute nur Menschen über 75 Jahren leben
und Wochenendhäuser. Hier geht man davon aus, dass bei unklarer
Nachfolgenutzung in den kommenden Jahren weiterer Leerstand entsteht.
Als erster Teil einer Dorfwerkstatt
diskutierten die Anwesenden engagiert über ihr Dorf und den Wert des
ländlichen Raums. (Was ist für mich der Wert des ländlichen Raums? Warum
lebe ich im ländlichen Raum? Was hält mich in meinem Ort?)
Die Gründe wie die
Verbundenheit zur Natur, die Dorfgemeinschaft, deutlich günstigere
Bauland- und Immobilienpreise im Vergleich zur Stadt, Ruhe und schöne
Landschaft, die Möglichkeit, Tiere zu halten u.v.m wurden in allen Arbeitsgruppen benannt.


Zum Ende der Veranstaltung wurden interessierte Bürger zur Arbeit im Projekt animiert; sie wollen in der Dorfwerkstatt die Themen weiter begleiten.
Text/Bilder: M. Bell